Torgau

Torgau war in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit seinem Residenzschloss Hartenfels das politische Zentrum Sachsens und der Reformation. Torgau wird deshalb auch als „Amme der Reformation“ bezeichnet. Mehr als 60 Mal soll sich Luther hier aufgehalten haben.

  • Im Schloss Hartenfels gibt es eine Dauerausstellung zur Reformationsgeschichte zu sehen. Bei der Schlosskirche handelt es sich um den ersten protestantischen Kirchenbau überhaupt, der noch von Luther (1544) selbst eingeweiht wurde. Mit dem Bau der Schlosskirche auf Schloss Hartenfels bekannte sich mit Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige ein deutscher Renaissancefürst zum Protestantismus. Die zentrale Anordnung der Kanzel im Kirchenraum entspricht der Vorstellung von der zentralen Bedeutung der Predigt als der Verkündigung des Wortes Gottes. Die bronzene Erinnerungstafel in der Schlosskirche stellt ein frühes Denkmal der Reformation dar; ihr Lutherporträt gehört zu den ausdrucksstärksten aller Lutherbilder.
  • Katharina-Luther-Stube (Katharinenstr. 11). Das Renaissance-Wohnhaus wurde 1552 zu Katharina Luthers Krankenlager und Sterbehaus.
  • Stadtkirche St. Marien, Grabstein Katharina von Bora (die „Lutherin“)
  • Spalatinhaus (Katharinenstr. 8), Ausstellung „Klang & Glaube – Johann Walter und Georg Spalatin im Priesterhaus“. Magister Georg Spalatin, Mittler und Förderer der Reformation, wirkte seit 1508 am Torgauer Hof. Spalatin gehörte als Freund Martin Luthers und dessen Vermittler zum Kurfürsten zu den wichtigsten Förderern der lutherischen Reformation. Die Spalatin-Stadt Altenburg nennt ihn den „Steuermann“ der Reformation. Der „Ur-Kantor“ Johann Walter gilt als Begründer der evangelischen Kirchenmusik.

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